Theaterprojekte an der Adolf-Reichwein-Schule

Der Prinz ist klug.
Der Prinz ist schön.
Der Prinz hat Eselsohren!

Märchenhafte Musical-Aufführungen der Adolf-Reichwein-Schule in der Stadthalle
am 29.05.

Kann ein Prinz, der die Ohren eines Esels trägt, König werden und ein Land regieren? Drei Feen haben Prinz Justus an seiner Wiege ihre Gaben überreicht: Klugheit und Sinn für Gerechtigkeit, Schönheit und leider auch ein Paar prächtiger Eselsohren. Natürlich darf niemand etwas davon erfahren. Nur der Friseur, der die Haare des jungen Prinzen schneiden muss, weiß außer den Eltern von dem Geheimnis. Doch es fällt ihm schwer zu schweigen. Bis Prinz Justus tatsächlich die Königskrone tragen darf, geschehen zauberhafte und lustige Dinge.
Über ein ganzes Schuljahr hinweg nahmen sich alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 die Idee eines portugiesischen Märchens vor und verwandelten dieses in ein hervorragend umgesetztes Musical. Texte wurden gelernt, Lieder, Solostimmen und der Ausdruck zu jeder Szene wurden geprobt, ein Bühnenbild entwickelt und gebaut, die Kostüme wurden zum Teil neu angefertigt. Dann war es endlich soweit. Vormittags erhielten die jungen Musicaldarstellerinnen und -darsteller donnernden Applaus von den Schülerinnen und Schülern der umliegenden Schulen in der vollbesetzten Friedberger Stadthalle. Unter dem Eindruck des Musicals stehend, verließen diese nach der Vorstellung die Lieder nachsingend, die Stadthalle. Begeisterung und stehenden Applaus gab es dann auch am Abend in der nicht minder besetzten Stadthalle für die stolzen und überglücklichen Akteure. Es war kein Wunder, dass nach beiden Aufführungen der Applaus kaum ein Ende finden wollte.
Eine Mutter fasste ihre nachhallenden Eindrücke in einer Email zusammen und bedankte sich:
„Es war eine grandiose Leistung, die die Schüler und Lehrer da auf die Bühne gebracht haben. Sie haben meinen vollen Respekt. Meine Familie hatte einen wundervollen, kurzweiligen Abend. Die Arbeit, die in einem solchen Projekt steckt, kann man als Außenstehender nur erahnen. Aber bitte, machen Sie weiter so! Die Schüler haben teilweise ganz neue Seiten an sich entdeckt. Wahre Talente sind zum Vorschein gekommen, die es wert sind, gefördert zu werden.“

„Ein solch wunderbares Musical, an dem alle Schülerinnen und Schüler eines Jahrgangs, das Schulorchester und die Schüler der Ton und Technik-AG beteiligt sind, fällt nicht einfach so vom Himmel. Nur wenn sich hervorragende Lehrerinnen und Lehrer der Adolf-Reichwein-Schule zusammensetzen und im Team ihre unterschiedlichen Fähigkeiten zusammenführen, kann ein so riesiges Projekt zu einem so großen Erfolg werden, wie dies hier geschehen ist.“ so der Schulleiter Herr Maier.
Jeder Mensch ist so wie er ist, ob mit oder ohne Eselsohren, ein wertzuschätzender Mensch mit wunderbaren Fähigkeiten, der nicht auf sein Aussehen reduziert werden darf. Dies ist die Grundaussage eines portugiesischen Märchens aus dem die Idee mit den Eselsohren stammt.
Aus dieser Idee entwickelte Herr Georg Rainer alle Texte eines völlig neuen Musicals. Die Musik dazu ist komponiert von Herrn Andreas Müller. Manuela Rau und Christine Fauerbach sorgten für Tanz, Gesang und zusammen mit Tatjana Eckstädt für die organisatorische Gesamtleitung. Ann-Kathleen Puxler, Sandra Schulz und Georg Rainer leiteten Bau und Gestaltung des imposanten Bühnenbildes. Theaterpädagoge Jorgi Slimistinos übernahm Regie und die Ausbildung der jungen Schauspieler und Sänger.
Hier ragten besonders Charlotte Will und Fiona Straube heraus, die sich die Rolle der selbstbewussten Königin in den zwei Aufführungen teilten. Markus Wippermann überzeugte als König in Nöten. Kubilay Akkalay und Robin Filizer spielten beeindruckend Barbier, der gezwungen ist, sein ungeheuerliches Geheimnis für sich zu behalten. Als besonderer Höhepunkt muss Lysann Grundhöfer genannt werden, die als exzentrischer Musiker Toni Tonelli das Publikum von seinen Stühlen riss. Schließlich verzauberte Lavinia Schott als launische Fee Malisha nicht nur den Prinzen. Auch alle anderen Schauspielerinnen und Schauspieler wussten mit ihren beeindruckenden Leistungen ihre Zuschauer zu begeistern.
Ein ganzer Jahrgang, ein Kollegium und viele unterstützenden Eltern, hatten gemeinsam und höchst erfolgreich ein Ausnahmeprojekt gestemmt, in dem viele Kinder ihre, zum Teil noch unentdeckten Fähigkeiten entfalten konnten, um Menschen zu begeistern. Ein ganzer Jahrgang ist noch dichter zusammengewachsen und auch Herrn Müllers eingängige Lieder bleiben im Gedächtnis und werden gesummt und gesungen: „Unser Prinz hat Eselsohren, oh yeah… „

Dieter Maier
Schulleiter 

Bernarda Albas Haus

Aufführungen der Adolf-Reichwein-Schule in der Burgkirche am 06.06.2019 und weiteren Tagen

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