Musisch-Ästhetische Bildung

Lernen in unserer Sekundarstufe

Musik und Schulorchester

Kunst

Theater und Darstellendes Spiel

Theaterpädagogik (Darstellendes Spiel) ist eine eigenständige Disziplin aus Schauspiel und Pädagogik. In den theaterpädagogischen Prozessen lernen Jugendliche wichtige Verhaltenskompetenzen kennen und sollen diese nach Ablauf einer Lerneinheit selbst anwenden können. Als Kernkompetenzen seien hier genannt: Leitungskompetenz, künstlerische Kompetenz, organisatorische Kompetenz, vermittelnde Kompetenz und theoretische Kompetenz.
Theaterpädagoge/Inn leiten Kurse für Personen jeglichen Alters. Durch die theaterpädagogische Arbeit ermöglichen sie den Interessenten einen aktiven Zugang zum Medium Theater. Der Theaterpädagoge/In arbeitet vorzugsweise mit jungen Menschen, aber auch für Erwachsene kann das Theaterspiel eine Möglichkeit sein, die eigene Persönlichkeit zu erweitern.
Seine Arbeit kann in spielerischer Form Ängste und Vorurteile abbauen. Gerade im Zuge der PISA-Studie (2009) hat sich gezeigt, dass die Arbeit des Theaterpädagoge/Inn einen wertvollen Beitrag zur ästhetischen Bildung leistet. Auf der einen Seite bringt der Theaterpädagoge/In Interessenten das Theater näher, auf der anderen Seite nutzt er das Theater als Mittel zum Zweck der Persönlichkeitsbildung. In beiden Fällen liegt das Hauptaugenmerk auf der Praxis. Die Persönlichkeit auszubilden heißt hierbei, aufmerksam werden für Stärken und Schwächen, die dem zukünftigen Wirken zur Verfügung oder eben im Wege stehen, um diese dann entsprechend auszubauen oder zu bewältigen.
In der Theaterpädagogik geht es nicht immer nur ums Theaterspielen, aber immer um theatrale Prozesse und das heißt schlussendlich: um Kunst. In der Adolf Reichwein Schule in Friedberg nimmt Theaterpädagogik / Darstellendes Spiel einen wichtigen Stellenwert ein, denn die Jugendlichen sollen hier lernen ihre Probleme, Ängste und Wünsche spielerisch darzustellen und die Möglichkeit erhalten, einmal in eine andere Rolle zu schlüpfen, einen anderen Status einzunehmen oder mit einem anderen Körpergefühl konfrontiert zu werden.
Daraus leitet die Theaterpädagogik dann Sozialkompetenzen ab, die es den Jugendlichen ermöglichen, über den eigenen Tellerrand zu blicken und nach Veränderungen für den zukünftigen Lebensweg zu suchen. In der Theaterpädagogik hat sich der Satz bewährt: „Wer fühlen kann, der kann auch Theater spielen“. Aus diesem Grund muss Theaterpädagogik weiter im schulischen Kontext belebt werden und das Fach Darstellendes Spiel soll in Zukunft einen hohen Stellenwert im Schulprogramm erhalten, damit die nachhaltige Entwicklung von theaterinteressierten Jugendlichen nicht nachlässt, sondern in der Hinsicht ausgestaltet wird, dass aus den Jugendlichen Persönlichkeiten werden, die um ihre inneren Werte und Talente wissen und diese auch einzusetzen vermögen.
Die Theater AG „Fliegenfänger“ der ARS gewann 2019 den Jugendtheaterpreis der Stadt Bad Nauheim mit ihren Theaterstück „Bernarda Albas Haus“ nach Federico de Lorca und im Juni 2020 den hessischen Schultheaterpreis in Höhe von 1500 Euro für Ihr Theaterstück „Meine Schwester Antigone“ nach Sophokles. Die Leitung der Theater AG und des Fachs Darstellendes Spiel hat Jorgi Slimistinos übernommen.

Jorgi Slimistinos
Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Germanistik, Kinder- und Jugendliteratur und Phonetik an der Johann Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Seit 2009 Theaterpädagoge/In nach den Rahmenrichtlinien des Bundesverbandes der Theaterpädagogik e.V. ausgebildet an der Theaterwerkstatt Heidelberg und Kompetenztrainer im Kompetenznetzwerk Kultur, der Bundesvereinigung für Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ) Berlin, Autor zahlreicher Musicals und Theaterstücke bei www.razzopenuto.eu und seit 2018 Lehrer / L2 für Deutsch, katholische Religion, Ethik und Darstellendes Spiel in Friedberg. 

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